Sonntag | 16-11-2003 | ab 17.00 Uhr | Folkwang Musikschule, ESSEN
 
 
 
17:00 - 18:30 Uhr
 
Chorraum
 
composers club „neue Kompositionen im Gespräch“
Elektronische Musik in verschiedenen Facetten

 
in Kooperation mit der GNMR Essen
 
 
 
 
 
 
Markus Stollenwerk - „Was Wo?“ (17min)
(nach dem gleichnamigen Stück von S. Beckett)
Klarinette, live-electronic und 4-Kanal Tonband
 
Markus Stollenwerk studierte Komposition an der Folkwang Hochschule Essen bei Prof. Wolfgang Hufschmidt und elektronische Komposition am Institut für Computermusik und elektronische Medien (ICEM). Ein Schwerpunkt seiner Beschäftigung ist die Verbindung von Musik und Bühne.
 
 
Benjamin Reissenberger
Klarinette
 
Benjamin Reissenberger wurde nach seinem Diplom der „künstlerischen Instrumentalausbildung“ im Februar 2003 zum Konzertexamen an der Folkwang Hochschule in der Klasse von Prof. Manfred Lindner zugelassen. Sein Engagement für die Neue Musik zeigt sich in vielen für ihn geschriebenen Werken Komponisten unserer Zeit.  
 
 
Maximilian Marcoll - „p4.1103“ (10min)
Laptop live Improvisation
 
Maximilian Marcoll studierte Komposition und Schlagzeug an der Musikhochschule in Lübeck und studiert zur Zeit instrumentale und elektronische Komposition an der Folkwang Hochschule in Essen. Sein Schwerpunkt liegt auf der Improvisation mit dem Laptop und der Entwicklung dafür geeigneter Tools.
 
 
 
 
 
Karl-Heinz Blomann - „gone“ (10min)
Ein akustisches Laufband
 
In verschiedenen künstlerischen Bereichen als Musiker, Komponist und Produzent der Neuen, Experimentellen und Film-Musik tätig. Diverse Veröffentlichungen mit unterschiedlichen Künstlern. Veranstalter von Konzerten, Symposien und Festivals. Aktuelles Projekt „ohne worte“ für WDR Studio akustische Kunst.
 
 
Thomas Neuhaus - “The Bad Boys were Prodding the Bear through the Bars of the Cage” (7min)
Für 4-Kanal Tonband
 
Thomas Neuhaus studierte an der Folkwang-Hochschule Komposition bei Wolfgang Hufschmidt und elektronische Komposition bei Dirk Reith. Als Komponist arbeitet er mit dem Theater der Klänge, Düsseldorf und unterrichtet am Institut für Computermusik und elektronische Medien (ICEM) der Folkwang- Hochschule Essen.
 
 
Javier Alejandreo Garavaglia - „NINTH“ (music for viola & computer) (12min)
 
Die Materialien aus dem das Stück komponiert wurde (Klänge, Rhythmen und Tonhöhen), sind aus Bruckners 9. Symphonie (3. Satz – Adagio) genommen. Die Komposition für die Bratsche umfasst moderne Spieltechniken und fast alle Tonhöhen sind als Flageolett gespielt. Der Computer hat mehrere Instrumente (Patches), die den originalen Klang der Bratsche in Echtzeitverfahren modifizieren (Filter, Sample & Hold, AM, Convolution, usw.). Die Form des Stückes (wie Bruckners Adagio) ist ein ABAB mit einer Coda. Das Wort “Ninth” hier entspricht nicht nur der Nummer der Symphonie, sondern auch dem ersten Intervall des brucknerischen Adagios.
 
 
 
 
 
 
 
20:00 Uhr
 
Aula
 
Tony Buck „time_emotion_studies“
drums & sampler
 
Tony Buck spielt eine improvisierte Musik, welche sich über lange Bögen entwickelt und ihrem „Höhepunkt“ zugeführt wird. Mitunter setzt er bei seinen Konzerten einen 1995, während seines Aufenthaltes in Amsterdam als Artist-in-Residence am elektronischen Research STEIM, entwickelten neuen MIDI-Sample Controller ein, mit dessen Hilfe er Sampler durch seine Bewegungen beim Schlagzeugspiel steuert. In seinen atmosphärisch äußerst dicht gestalteten Solo-Konzerten gelingt ihm eine sehr dynamische Synthese aus Naturschlagzeugklängen und einer elektronischen Klangwelt. Archaisches und Futuristisches treffen aufeinander.
 
 
 
 
 
 
21:00 Uhr
 
Aula
 
Rilo Chmielorz & Franz Hautzinger [fri:l]
scratching tools / vierteltontrompete / realtime composing
 
kratzspuren auf Schiefertafel
eine trompete atmet
luftsäulen vibrieren
kratzbesen streichen über Kupfer
ein hauch von melodie schwingt
rhythmisch metallene fingerhüte
 
Rilo Chmielorz/Köln (scratching tools) und Franz Hautzinger/Wien (Vierteltontrompete) beginnen einen intimen musikalischen Dialog: Musik wird zur physischen Erfahrung. Rilo Chmierlorz und Franz Hautzinger arbeiten jetzt seit zwei Jahren zusammen. Sie zuletzt in Graz beim V:NM-Festival im Mai diesen Jahres gespielt. Franz Hautzinger hat auch bei der radiophonen Komposition „A CAGE OF MAD MARIACHIS“ von Rilo Chmierlorz für das Studio Akustische Kunst, WDR3, mit gearbeitet.
 
 
 
 
 
22:00 Uhr
 
Aula
 
Mike Svoboda „My God Mozart!“
ein Singspiel über die Vergötterung eines Genies gespielt vom Quartett DJ Cherubino
 
Mike Svoboda - Posaunen, Gesang
Lou Simard - Gesang, Geräusche und Plattenspieler
Frank Kuruc - Gitarre
Michael Kiedaisch - Schlagzeug, Akkordeon und Gitarre
 
Svobodas Singspiel über die Vergötterung eines Genies “My god Mozart!“ bewegt sich abseits ausgetretener Pfade - und das mit durchschlagendem Erfolg. Ein bunter Reigen zwischen Jazz und Avantgarde dreht sich um die Oper „Così fan Tutte“ aus dem Revolutionsjahr 1789, die in allerlei Zitaten, ob von Platte oder als melodisches Fragment, immer wieder als Referenz erscheint. Unterstützt wird Svoboda von namhaften Interpreten wie etwa dem Gitarristen Frank Kuruc und dem Schlagzeuger Michael Kiedaisch. Besonders die sympathische und überaus komische Sängerin und Geräuschemacherin Lou Simard erweist sich als kongeniale Ergänzung zu Svobodas lakonischer Art.
 
 
 
 
Thom Kubli - Installation
 
Seine skulpturalen Installationen behandeln sowohl den Aspekt der Materialität in auditiver Kunst als auch die Balance zwischen materiellem und immateriellen Elementen in raumbezogenen Arbeiten. Das Prinzip des Prozesshaften in Bezug auf Zeit und Raum wird angewandt in der Verwendung vorwiegend biologischer Materialien.
 
 
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