Wir freuen uns sehr, dass das Festival open systems wiederum in den Kammerspielen des Schauspielhauses der Stadt Bochum eröffnet wird.

Die Stadt Bochum hat dem Festival "open systems", im Verbund mit den anderen Ruhrgebietsstädten Dortmund, Essen und Herne, seit 1997 eine Plattform geboten, sich als Festival im Ruhrgebiet zu etablieren. Mittlerweile gehört "open systems" als spartenübergreifendes Festival zu einem wesentlichen kulturellen Baustein der Neuen Musik Szene nicht nur im Ruhrgebiet.

Darüber hinaus ist die Stadt Bochum darum bemüht, neue bzw. zeitgenössische Musik zu fördern. So haben die Bochumer Symphoniker in den letzten Jahren durch ihr Projekt "Composer in Residence" u.a. mit Heiner Goebbels, Sofia Gubaidulina, John Corigliano zur Förderung der zeitgenössischen Musik beigetragen. Auch die Kooperation mit open systems e.V. durch "electronic art - composer’s club meets improvise" ist ein Beispiel für die Beschäftigung mit der Neuen Musik. Interessant ist weiterhin die Arbeit der Heinrich-Böll-Gesamtschule, die mit ihren Musikklassen und dem Orchester "De Ereprise" aus Holland Kompositionen entwirft und vertont, um diese dann als CD zu veröffentlichen und die im Rahmen von "open systems 2005" an dem großangelegten Schulprojekt "Stadt, Land, Fluss ­ Neue Klänge aus dem Lebensumfeld Emscher" teilnimmt. In diesem Jahr sind wir besonders stolz darauf, dass open systems das weltberühmte Arditti Quartett, aber auch die Luxemburger Sinfonietta mit Uraufführungen bzw. Deutschen Erstaufführungen von belgischen, niederländischen und deutschen Komponisten präsentiert.

Wir wünschen dem städteübergreifend organisierten Festival open systems in diesem Jahr viel Erfolg und die Publikumsresonanz, die dieses vielfältige und mit hochkarätigen Künstlern besetzte Programm verdient.

 


Dr. Hans-Georg Küppers
Kulturdezernent der Stadt Bochum